Angeln lernen

Angelguiding: Geführte Angeltouren als Beruf

Dorsch Guide Coaching

Was bedeutet das Wort “guide”? Was ist ein Angelguide und was ist ein Angelguiding?

Bezogen auf ein Angelguiding handelt es sich um einen erfahrenen Angelguide, der Teilnehmer am Angelguiding (=anderen Angler) dabei hilft, ein bestimmtes Gewässer auf einen Zielfisch zu beangeln. Das englische Verb “(to) guide” bedeutet, jemanden zu führen, (an) zu leiten, zu lenken oder (jemanden oder etwas) zu steuern. Der Angelguide unterstützt die Teilnehmer des Guidings mit seinem Wissen und Erfahrung in allen Bereichen des Angelns: in Bezug auf die Angelmethode, das Gewässer und Wahl der Angelplatzes, die Köderwahl, die Köderführung, usw. Häufig stellt ein Angelguide auch die notwenige Ausrüstung und Wasserfahrzeug (mit entsprechender Fahrerlaubnis, Kraftstoff und technischer Ausrüstung wie Echolot, Kartenplotter, etc.) zur Verfügung.

Zu unterscheiden gilt es zwischen Angelguides/Angelguidings und Angelcoaching.
Das Angelguide ist eher von praktischer Natur: in erster Linie stellt der Guide sein Wissen über das zu beangelnde Gewässer bei Guidings zur Verfügung und man geht gemeinsam fischen.

Ganz anders dagegen das Angelcoaching: (to) “coach” bedeutet zunächst nichts weiter, als etwas oder jemanden zu trainieren oder zu beraten. Beim Coaching ist der Ansatz von didaktischer Natur: Teilnehmer sollen lernen, eigenständig in der Lage sein zu können, einen geeigneten Angelplatz, wo sich der Zielfisch aufhalten könnte, aufzufinden zu machen und selbstständig beangeln zu können. Es geht darum, Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die an anderen oder allen Gewässern angewendet werden können. Nicht nur an der einen konkreten Stelle, wo das Angelguiding statt findet und zufälligerweise ein guter Fischbestand gegeben ist. Für mich passt dieser Ansatz besser, denn ich will nicht nur mit den Teilnehmern meiner Angelseminare gemeinsam Angeln gehen, sondern ihnen helfen, fit im Dorschangeln zu werden.

Dorsch-Guide Angelcoaching
Am schnellsten lernst Du selbstständig zu Angeln im Angelseminar mit individuellem Coaching

Ein Angelguiding ist nichts anderes als eine geführte Angeltour

Nicht ganz! Angelguide ist keine geschützter Berufsbezeichnung, vielmehr kann sich jeder als Guide bezeichnen, der Angelguidings anbietet. Dennoch sind die Erfahrungen an einen Angelguide, dass er selbst ein passionierter und erfolgreicher Angler ist. Sein Handwerk versteht und bei jeder jahreszeitlichen Situation weiß, wo und wie der Zielfisch zu fangen ist. Richtige Angelguides verfügen nicht nur über einen professionellen Auftritt und Außendarstellung (Webseite, Facebook Profil, etc.), sondern geben auch bereitwillig Auskunft über die Erfolge aus der letzten Zeit und wie sie die aktuelle Situation am Wasser einschätzen. Klar wollen sie auch Geld mit den Angelguidings verdienen, du wirst aber sehr schnell merken, ob Du es mit einem ehrlichen Angelprofi zu tun hast oder mit einem gewieften Geschäftsmann, der Dir nur Dein Geld abluchsen will. Ein gutes Merkmal sind Kundenrezensionen und Bewertungen. Oder Du fragst ihn eine konkrete Frage, um sein Fachwissen zu testen (zum Beispiel welchen Köder er Dir beispielsweise zum Hechtangeln empfiehlt). Von einer ehrlichen Einschätzung und einem erfolgreichen Guiding mit fröhlichen Teilnehmern hat jeder Anbieter mehr, als mit Anglern, die nie wieder kommen und schlecht über den Guide reden. Wie ich mich selbst davon überzeugt habe, leben professionelle Angelguides von Weiterempfehlungen.

Angelguiding mit Leihangeln und Zubehör
Auch ohne eigene Ausrüstung kannst Du an einem Angelguiding teilnehmen

Wie findet man Angelguides? Was gibt es für Guidings?

Mich hast Du schon gefunden (Angelcoaching mit dem Dorsch Guide). Es gibt die unterschiedlichsten Wege, Angelguides zu finden. Der schnellste ist Google. Damit findest Du auf jeden Fall einen Angelguide, der viel Geld in Werbung steckt oder ein SEO-Experte ist. Der Beste Weg ist sicher, Du schaust Dir in Ruhe den Auftritt/das Profil des Angelguides an, checkst auch mal seine Rezensionen (Klingen die Bewertungen authentisch? Wann hat er zuletzt etwas gepostet?) und nimm am besten persönlich Kontakt zu ihm auf. Ein professioneller Angelguide wird Dir innerhalb von einem Werktag antworten und steht Dir bei Fragen rund um sein Angebot immer gerne zur Verfügung. Mein Tipp: Suche Dir nicht den bekanntesten YouTube-Clown oder Angelhelden der Angelzeitschriften raus.

Angelguidings gibt es als Einzelguiding oder in Kleingruppen. Die Dauer kann je nach Angeltour schwanken von ein paar Stunden bis zu mehreren Tagen. Für fast alle Fischarten gibt es Trainings- und Guidings: Karpfenseminare, Raubfischtouren auf Hecht und Zander, Lachstrolling, Dorschangeln, Einstiegsseminare zum Thema Meeresangeln, Fliegenfischen, Waller Workshops, usw..

Guide zum Angeln finden
Geführte Angeltouren werden in Fachzeitschriften, im Internet oder in Angelshops angeboten

Was teuer ist ein Guiding? Was kostet das Angeln mit dem Angelguide?

Pauschale Antworten gibt es dazu nicht. Ein Hochsee Guiding verursacht wesentlich mehr Kosten, als eine geführte Angeltour auf Karpfen im Baggersee. Zur Beurteilung des Preis-Leistungs-Verhältnisses empfehle ich Dir, den Guide zu fragen, was alles in dem Preis enthalten ist bzw. ob noch weitere Kosten für beispielsweise Brennstoff, Leihangeln, Köder o.ä. dazu kommen.

Was bringt Angeln mit Guide? Wem nützen geführte Angeltouren?

Dazu sieh’ Dir bitte das Video an. In dem kurzen Film erläutere ich sämtliche Vorzüge und mögliche Nachteile eines Angelguidings.
Aus Erfahrung klug: Wissensvermittlung und praktische Handhabung, um erfolgreicher zu angeln. Erfolgreich bitte hier nicht falsch verstehen: eine Fanggarantie gibt es beim Angeln nicht und wird es nie geben. Zu verstehen, warum man mal mehr und wann weniger Fische fängt, wie man gute Stellen findet, weshalb der richtige Köder entscheidend für den Zielfisch ist, und viele andere Sachen, ist die Kunst beim Angeln. Erst mit dem Wissen über den Fisch, das Gewässer und wie man ihn beangelt, kann man loslegen. Den Fisch anzusprechen, mit einem verführerischen oder provozierenden Köder zum beißen zu bringen, zu drillen und zu landen, ist die andere Seite der Medaille.

Angelcoaches sind Trainer und Berater
Handgriffe verbessern, fängige Montagen, Köderführung verbessern und Angelstellen finden: typische Aufgaben für einen Angelcoach

Erfahrung macht schlau. Doch ist der Weg dorthin kann lange, hart und steinig sein. Ich selbst habe schon an mehrere Guidings teilgenommen und werde es auch weiterhin tun. Aus meiner eigenen Vergangenheit wünschte ich mir, ich hätte das schon früher getan. Denn man kann wirklich sehr viel Zeit, Geld, Geduld und Nerven verschwenden, weil man denkt, man kriegt das schon alleine hin. Dabei waren es immer die Tipps von anderen (erfahreneren) Anglern, die mir weitergeholfen haben. Die richtigen Angelgeheimnisse gibt aber kaum jemand Preis, denn viele Angler gönnen anderen den Erfolg nicht oder fürchten, dass andere dann besser angeln als sie selbst. So ein Schmarrn… Die Angelguides und Angelcoaches, die ich bisher kennen gelernt habe, gehen definitiv nicht zu dieser Sorte Anglermensch.

Aus meiner eigenen Erfahrung, das es eben nicht leicht ist, alleine mit dem Meeresangeln anzufangen, habe ich den Dorsch Guide gegründet. Gerne gebe ich hier mein Wissen und meine Erfahrungen aus den ersten Tagen bis zum heutigen Zeitpunkt weiter. Individuelles Coaching biete ich in Form von Seminaren für kleine Gruppen oder Einzelpersonen an. Da dabei für mich ein höherer Aufwand entsteht, kosten meine Angelseminare ein bisschen Geld (im Vergleich zu anderen Angelguides eher unteres Mittelfeld). Brandungsangeln, Spinnfischen, Angeltouren mit Boot auf Dorsch – das biete ich Dir an.

Angelguides bieten geführte Angeltouren an
Geführte Angeltouren bieten Angelguides an

Für wen bieten sich Angelguidings an?

Grundsätzlich gilt: Anfänger, die wenig Angelerfahrung haben oder Leute, die noch keine Angler sind, trotzdem gerne mal angeln gehen möchten oder erfahrene Angler, die an einem unbekannten Gewässer sind oder etwas Neues ausprobieren wollen, sind hier richtig. Natürlich auch alle anderen, die Spaß am Angeln haben und sich gerne mit einem Experten für ein Gewässer und Zielfisch austauschen wollen. Gerne schaut man sich gegenseitig noch etwas ab, gibt sich Tipps oder ist einfach mit jemand anderem unterwegs, der die Leidenschaft für das geilste Hobby auf der Welt teilt.

Welcher Guide und welches Guiding hilft Dir wirklich weiter?
Passt das Guiding zu Deinem Angelstil und Erfahrung? Frag den Guide nach seiner Einschätzung.

Ist ein Angelguide gut oder schlecht?

Diese Sicht ist natürlich subjektiv, vorher möchte ich Dich fragen: Was erwartest Du von einem Angelguide?
Bewertungen über ihn findest Du im Idealfall auf seiner Webseite oder seinem Facebook Profil. Mit früheren Teilnehmern kannst Du auch in Kontakt treten und Dich darüber informieren, wie die Angeltour abläuft, wie lange sie geht und welche Fänge bei dem Angelguiding gemacht worden sind. Deine Erwartungen solltest Du vor der Buchung oder zu Beginn der Angeltour mit dem Guide absprechen, um keine bösen Überraschungen zu machen. Klar is: Wenn Du beispielsweise ein Zander-Guiding buchst, kann es auch immer vorkommen, dass Barsche und Hechte gefangen werden. Andererseits: Angelguides kochen auch nur mit Wasser. In die Glaskugel können auch sie nicht sehen, um die Zukunft voraus zu sagen.

Ein anderer Tipp ist: Vergleich doch mal zwei Angelguides miteinander! Welches Angebot ist besser (Leistung/Preis), welche Bewertungen sind besser und wo bekommst Du möglicherweise eine bessere Ausstattung geboten? Wenn Du beispielsweise zum Dorschangeln an die Ostsee fahren und weit draussen auf offenem Meer angeln willst, ist ein Schlauchboot sicher ungeeignet. Auch ein Kleinboot ist nicht unbedenklich, denn das Wetter am Meer kann sich rasch ändern. Und selbst an der kleinen Ostsee können unangenehme Wellen für lebensgefährliche Situationen sorgen. Daher nimm Dir lieber die Zeit, um genau zu überprüfen, was der richtige Angelguide Dir bieten und können muss.

Wie wird man Angelguide? Ist Angelguide ein Traumberuf?

Das Wissen über das Angeln, das Gewässer und den Zielfisch sind der Mehrwert, den ein Angelguide Dir bietet. Es gibt dafür keinen Ausbildungs- oder Werdegang, wie man Angelguide wird oder was man haben oder können muss, um Guidings anzubieten. Viele Angelguides haben einen individuellen Bezug zum Angeln und dem coachen oder begleiten von anderen Anglern, um ihnen beim fangen zu helfen oder Tipp zu geben, wie man besser wird. Langjährige Angelerfahrung und Knowhow über das Gewässer sowie den Zielfisch (und oft auch ein Boot und den Bootsführerschein) sind aber Voraussetzung, um professionelle Angelguidings als Haupterwerb oder Nebenerwerb anzubieten. Während den Schonzeiten kannst Du mit diesem Beruf aber genauso schlecht Geld verdienen, wie wenn das Wetter nicht passt (z.B. Sturmwarnung, starker Ostwind, Gewässer ist zugefroren, etc.). Für einen “richtigen” Beruf im Angelbereich schau Dich lieber bei den großen Herstellern von Angelgeräten und Zubehör, den Angelhändlern oder Anbietern von Angelreisen um. Oder mach eine Ausbildung als Fischwirt.

Angelköder kosten auch den Guide Geld
Mein Tipp für Dich: Sprich den Guide vor der Angelfahrt unbedingt darauf an, wie mit verlorenen Ködern umgegangen wird.

Was verdient ein Angelguide?

Das “große Geld” verdienen Angelguides nicht. Und das Geld ist es auch sicher nicht, was Angler dazu bringt, ihre Freizeit mit dem Anbieten von geführten Angeltouren zu verbringen. Ein paar Euro für die Stunden, die ein Guide mit Dir verbringt, sind eine gerechtfertigte Bezahlung. Immerhin kümmert es sich voll und ganz darum, dass Du einen tollen bis unvergesslichen Angeltag hast. Die Angeln müssen dafür in Schuss gehalten werden, Köder kosten auch Geld, das Angelboot muss in die Werft, Werbung ist teuer, Webseiten und Social Media-Auftritte müssen gepflegt werden, Büros kosten Miete, .. Hauptberufliche Guides zahlen zudem Steuern und Abgaben auf ihr Einkommen, bevor sie sich über einen Euro in ihrer Hosentasche überhaupt mal freuen können.

“Große Namen” von medienpräsenten Anglern aus der Szene verlangen oft überzogen hohe Honorare für Angelguidings. 100 bis 150,- Euro für achtstündiges Guiding ist ein normaler Preis. Mehrtägige Veranstaltungen bieten oftmals einen Pauschalpreis, der etwas niedriger ist. Die Schattenseite bei “bekannten” Anbietern: Überleg Dir gut, ob es Dir das wert ist. Denn beispielsweise 500,- Euro für ein Angelseminar ist sehr viel Geld, um mit einem bekannten Angler ein Wochenende am Wasser zeitweise zu verbringen, wenn Du das gleiche bei einem anderen sehr guten Angelguide für 200-300 Euro bekommst (mit dem Du keinen Selfies machst, denn Du bist ja zum angeln unterwegs).

Klar stehen der Spaß am Angeln und anderen dabei zu helfen, erfolgreich(er) zu angeln an erster Stelle. Jeden Tag gemeinsam mit anderen Anglen zu gehen erscheint Dir vielleicht als Traumjob. In Wirklichkeit kann es auch sehr anstrengend und ein echter Knochenjob sein.
Ob Du als Angelguide immer noch den gleichen Spaß am Angeln hättest, wie Du ihn jetzt hast, ist eine ganz andere Frage.

Angelguides kochen auch nur mit Wasser
Fanggarantie gibt es bei Guides keine, dafür Erfahrung, Fachwissen und Anregungen, wie Du das Angeln verbessern kannst

Wie sind Deine Erfahrungen mit Angelguides? Hast Du Dir schon einmal überlegt, ein Guiding zu machen oder einen Angelcoach zu beauftragen? Schreib mir doch gerne einen Kommentar, ich freue mich über jede Bemerkung zum Thema Angelguiding und Angelcoaches.

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