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Mückenplage 2017: Stechmücken beim Angeln

Kleine Blutsauger wie Mücken und Bremsen manchen den Anglern 2017 schwer zu schaffen

Mückenplage 2017 – Ein Hauen und ein Stechen ums Überleben
Für die Mücken begann das Jahr schon sehr gut. Der Sommer ist dieses Jahr recht nass – zusammen mit dem relativ warmen Frühjahr waren es gute Voraussetzungen für ideale Lebensbedingungen. Für Mücken und andere „lästige“ Insekten wie Zecken. Denn die Plagegeister sind zahlenmäßig dieses Jahr besonders aktiv.

 

Mücken gehören mit nur 2 Gramm Körpergewicht zu den nervigsten Plagegeistern, die uns nicht nur nachts nachstellen
Mücken gehören mit nur 2 Gramm Körpergewicht zu den nervigsten Plagegeistern, die uns nicht nur nachts nachstellen

 
 

Warum gibt es 2017 eine Mückenplage?

Für die Mücken begann das Jahr schon sehr gut. Der Sommer ist dieses Jahr recht nass – zusammen mit dem relativ warmen Frühjahr waren es gute Voraussetzungen für ideale Lebensbedingungen. Für Mücken und andere „lästige“ Insekten wie Zecken. Denn die Plagegeister sind zahlenmäßig dieses Jahr besonders aktiv.

 
 

Wo gibt es Mücken? Wo leben Mücken?

Feuchtgebiete sind eine perfekte Lebensgrundlage von Mückenlarven. Auch stechwütigen Bremsen begegnet man hier leider oft (Bild: anonym, Bremse Tabanidae, CC BY-SA 2.5)
Feuchtgebiete sind eine perfekte Lebensgrundlage von Mückenlarven. Auch stechwütigen Bremsen begegnet man hier leider oft (Bild: anonym, Bremse Tabanidae, CC BY-SA 2.5)

Zwar leben die Zweiflügler meist in der Nähe von Wasserstellen, auf Nahrungssuche machen sie so gut wie vor nichts halt – und das nicht nur am Wasser, sondern bis zu 100 Metern hoch vom Boden. Mit einem Durchschnittsgewicht von 2 Milligramm fliegen Mücken mit 1,5 bis 2,5 Kilometer pro Stunde durch die Luft. Wenn es warm und windstill ist, wenig Sonne und eine leichte Bewölkung am Himmel gibt, sind die (thermischen) Bedingungen für einen ausgedehnten Ausflug am besten. Ist es dagegen kühl und nass, fällt die Flugstrecke sehr gering und eher in Bodennähe aus.

 

Selbst bei Regen sind Kollisionen mit Regentropfen kein Hindernis für Mücken, wenn sie hungrig sind.
Selbst bei Regen sind Kollisionen mit Regentropfen kein Hindernis für Mücken, wenn sie hungrig sind.

 
 

Weshalb sind Stechmücken eine Plage?

Seit mehr als 100 Millionen Jahren leben Mücken auf der Erde. In Europa gibt es mehr als 100 Arten von ihnen. Wie kaum eine andere Insektenart können Mücken eine echt fiese Angelegenheit sein, denn die Stiche und Bisse der Blutsauger hinterlassen schmerzhafte Schwellungen. Damit nicht genug: Auch mit Krankheiten können sie ihre Wirte infizieren. Bisher gibt es zum Glück aber keine bekannten Fälle von Krankheitserregern, die von Mücken übertragen wurden. Mit Hilfe des Mückenatlas sollen in Deutschland vorkommende Stechmückenarten erfasst, kartographiert und insbesondere die Krankheiten-übertragende Arten beobachtet werden. https://www.mueckenatlas.de/


Andere Bezeichnungen für Mücken in südlichen Europa sind „Gelsen“, „Stanzen“ oder „Stansen“. Die spanischen „Moskito“ (englisch/portugisisch heißt sie „Mosquito“, französisch “Moustique”) bedeutet auch nichts anderes, als Mücke.

Mücken, Gelsen, Stanzen oder Stansen: lästig bis schmerzhaft sind sie alle
Mücken, Gelsen, Stanzen oder Stansen: lästig bis schmerzhaft sind sie alle

 
 

Sie stechen nicht nur, sie machen auch noch Lärm: Darum summen Mücken

Mücken stechen nicht nur, sie rauben uns auch noch durch ihr Summen den Schlaf. Das nervige Summen verrät uns ihre Anwesenheit gerade dann, wenn wir ihnen am wenigsten Aufmerksamkeit schenken wollen. Für die Mücken geht es beim Summen um etwas anderes: Männliche und Weibliche Mücken summen in unterschiedlichen Tonlagen und finden so zu einander.Das Geräusch entsteht beim Fliegen durch eine Muskelbewegung.

 
 

Wieso Mücken stechen: Beißen und saugen für die Arterhaltung

Im menschlichen wie auch tierischem Blut sind Proteine enthalten. Gerade im Sommer ist die Paarungszeit der Mücken. Um Eier zu bilden, müssen weibliche Mücken nach der Befruchtung durch die männlichen Mücken Blut zu sich nehmen. Deshalb stechen uns Mücken: weil sie das Protein brauchen. Selber produzieren können sie es nicht. Männliche Mücken ernähren sich nicht von Blut, dazu fehlt das Stechwerkzeug. Die Stechborsten sind verkürzt und eignen sich nur zur Aufnahme von freiliegenden Flüssigkeiten. Sie ernähren sich von pflanzlichen Säften und Nektar.

 
 

Wer wird von Mücken gestochen? Was essen Mücken?

 

Nur die weiblichen Mücken beißen uns, die männlichen ernähren sich von Pflanzenzucker.
Nur die weiblichen Mücken beißen uns, die männlichen ernähren sich von Pflanzenzucker.

Als Nahrung dienen Mücken vornehmlich süßen, zuckerhaltigen pflanzlichen Substanzen wie Nektar oder Blüten). Die Proteine im Blut von Menschen oder Tieren brauchen die weiblichen Mücken, um Eier zu legen.
Zu ihrer Futterquelle (den Wirten) finden sie durch ausgeatmete Gase, Wärme und Körperdüfte. Dazu gehören Kohlenstoffdioxid, Ammoniak und Fettsäuren, die aus 50 Metern Entfernung geortet werden. Bei auf Menschen spezialisierte Mücken ist der zentrale Reiz die Milchsäure, die auf der menschlichen Haut auftritt, und der Schweiß sowie Licht oder Körperwärme als visuelle Hinweise.
Eine sehr auf Menschen spezialisierte Stechmückenart ist die Gelbfiebermücke. Sie findet zu ihren Opfern durch die Ortung von Körperdüften und Verfolgung von Duftspuren. Andere typische Mücken sind Kriebelmücke und Gnitze. Die Redewendung vom „süßen Blut“ mancher Mückenopfer ist zwar Nonsens; 20% der Menschen wurden bei Vergleichen tatsächlich häufiger als andere Menschen gestochen, was aber nicht am Zuckergehalt des Blutes lag. Vielmehr atmen Schwangere beispielsweise stärker (sprichwörtlich „für zwei“) und werden durch das mehr an Kohlendioxid-Gas, das sie ausatmen, von Mücken leichter geortet. Dazu ist auch die Körpertemperatur von Schwangeren höher (von Frauen und Kindern ist die Körpertemperatur allgemein etwas höher, als bei Männern) und bietet Stechinsekten somit noch ein weiteres Signal, um Aufmerksamkeit zu wecken. Biertrinker werden auch häufiger gestochen, eine Vermutung dafür liegt darin, dass der Alkoholgenuss eine leichte Erhöhung der Körpertemperatur und die hervorgerufene Schweißbildung mehr Lockstoffe enthält- Auf beide Reaktionen „fliegen“ die Blutsauger förmlich. Dunkle Kleidung soll im Gegensatz zu Kleidung mit hellen Farben ebenfalls einen Reiz auslösen.

 
 

Wie stechen Mücken?

 

Duftspuren locken Mücken zu uns
Duftspuren locken Mücken zu uns

Mit ihrem Rüssel (Stechborstenbündel) durchstechen Mücken die Haut des Wirtes (Menschen, Reptilien, Vögel, Säugetiere). Bienen und Wespen spritzen dann Gift in die Haut, bei Mücken wird ein Sekret ins Blut, um die Blutgerinnung zu verhindern. Das Blut wird mit Hilfe eines Rüssels aufgenommen. In dem Stechborstenbündel befinden sich zwei Kanäle: durch den einen wird Speichel injizierte, durch den anderen Kanal wird das Blut eingesaugt. Etwa 0,017 ml Blut saugt eine Mücke in einer Sekunde durch ihren Rüssel.

 
 

Wo sind Mücken tagsüber? Schlafen sie oder wo sind Mücken im Winter?

 

Der Biss einer Mücke schmerzt einige Minuten nach dem Stich (Bild: Sansculotte at the German language Wikipedia, Stechmuecken, CC BY-SA 3.0)
Der Biss einer Mücke schmerzt einige Minuten nach dem Stich (Bild: Sansculotte at the German language Wikipedia, Stechmuecken, CC BY-SA 3.0)

Für Mücken beginnt die „Saison“ im Frühjahr so ab Mai bis zum Herbstbeginn. In dieser Zeit beißen Mücken auch am Tag, vor allem aber in der Dämmerung und in der Nacht. Dann verlassen sie ihren Lebensraum an Feuchtgebieten und machen sie sich über den Lebenssaft ihrer Opfer her.
Das Leben von Mücken erstreckt sich über vier Stadien und durchläuft die Entwicklung Ei-Larve-Puppe-Erwachsenes Insekt. Bis auf die letzte Phase („Imago“) lebt die Mücke stets an der Wasseroberfläche oder in Wassernähe und ernähren sich in der Regel von Mikroorganismen. Ausnahme ist die räuberische Toxorhynchiltes: sie frisst Larven anderer Stechmücken.
Im Frühjahr schlüpfen die Larven aus ihren Eiern. Wie lange die Phase als Larve dauert, hängt von der Mückenart, der Temperatur und dem Nährstoffgehalt des Biotops der Larve ab. Ab einem bestimmten Stadium als Larve können Mücken auch überwintern. Während bei den erwachsenen Mücken die Männchen im Herbst sterben, überleben bei manchen Mückenarten auch die begatteten Weibchen. An Kellern, Höhlen oder Viehställen oder Orten, die geschützt, feucht und kühl sind. In Häusern stechen weibliche Mücken auch im Winter, es gibt keine richtige „Saison“.

 
 

Juckende Mückenstiche am Körper: Warum tuen Mücken Stiche weh?

 

Gewässer bieten perfekte Bedingungen zur Entwicklung der Eier
Gewässer bieten perfekte Bedingungen zur Entwicklung der Eier

Meist ist es nicht mal der Stich selbst, der Schmerzen hervorruft. Es ist eine allergische Reaktion der Haut an der Einstichstelle in Folge der Injektion des Mückenspeichels, die einen starken Juckreiz auslöst. In dem Speichel der Mücke ist ein Protein enthalten, das die Blutgerinnung an der Stelle des Einstiches verhindern soll. An der Einstichstelle bildet sich nach dem Stich häufig eine rote, punktartige, sehr warme Hauterhebung (Quaddelbildung). Je nachdem, wie lange die Mücke Zeit zum stechen (und dabei das Sekret abgeben konnte) hatte, halten der Juckzreiz und die Dauer des Schmerzes eine Stunde bis mehrere Tage. Bei übermäßiger Schwellung solltest Du einen Arzt zum Rat bitten. Mithilfe von Hauttests und Laboruntersuchungen kann feststellt werden, warum es zur Bildung der Quaddel kommt. Daraus kann eine Diagnose erstellt und die notwendigen Therapien zur erfolgreichen Behandlung abgeleitet werden. Allergische Reaktionen können auch durch Mückenstiche hervorgerufen werden.
Nicht immer stammte die Quaddel von einer Stechmücke, es gibt auch Bienen, Wespen, Flöhe, Bremsen, Hornissen und Zecken.

 
 

Behandlung: Was Du bei einem Mückenstich tun kannst

 

Für eine sichere Bestimmung und Behandlung des Stiches frag lieber Deinen Hausarzt (Bild: Servasbemal, Mosquito back, CC BY-SA 3.0)
Für eine sichere Bestimmung und Behandlung des Stiches frag lieber Deinen Hausarzt (Bild: Servasbemal, Mosquito back, CC BY-SA 3.0)

Warum Mückenstiche jucken ist eine gute Frage. Die Antwort darauf, wieso Mückenstiche jucken, liegt an dem Speichel, den sie Dir beim stechen injizieren (näheres dazu findest Du im Abschnitt „Wie stechen Mücken?“ zwei Abschnitte weiter oben). Auf keinen Fall darfst Du Dich an den Beinen oder eben dort, wo Du gestochen wurdest, jucken oder kratzen! Auch wenn es nur eine kleine Einstichstelle ist: Du riskierst, dass durch das kratzen Bakterien in die Wunde eindringen. Dann kann sich die Wunde entzünden.
Ideal ist es, wenn du die betroffene Hautstelle sofort kühlst. Die Einnahme von Antihistaminika kann Abhilfe leisten. Eine andere Quelle besagt, dass das Einstreichen der Quaddel mit Essig helfen soll (für diese Angabe wird keine Gewähr übernommen!).

 

Kühlen hilft recht schnell, wenn Du gerade von einer Mücke gestochen wurdest
Kühlen hilft recht schnell, wenn Du gerade von einer Mücke gestochen wurdest

 

Wenn Du gestochen wurdest, mach bitte diesen einen Fehler nicht: Blos nicht kratzen!
Auch wenn es tierisch brennt und juckt: Wenn Du dem Reiz nachgibst und Dich an der Einstichstelle kratzt, entsteht eine Wunde mit bakterieller Infektion. Eine Entzündung ist dann der harmloseste Ausgang.

Durch den Speichel der Mücken im Blut beginnen Stiche zu brennen. Als Gegenmittel kannst Du den Stich mit einem heißen Teelöffel behandeln: indem Du den Teelöffel auf den Stich drückst. Damit sorgst du dafür, dass bestimmte Proteine im Speichel zerstört werden und die Entzündung nachlässt.
Anschließend tut Kälte beispielsweise durch Kühlpackungen, ein Kühlgel oder in Handtücher eingewickelte Eiswürfel gut. Die Haut wird damit etwas betäubt und betroffene Stellen sind dann nicht mehr ganz so empfindsam.
Eine andere Möglichkeit ist die Anwendung von Antihistaminikum. Das sind Mittel mit einem Wirkstoff, der das körpereigene Histamin (Wirkstoff als „Botenstoff“) abschwächt bis zu ganz aufhebt. Beispielsweise allergische Reaktionen können damit eingedämmt und die Haut beruhigt werden. Antihistaminikum gibt es als Gel mit Aloe Vera (sorgt zusätzlich für einen kühlenden Effekt und spendet Feuchtigkeit auf pflanzlicher Basis) oder als Roll-On-Stift.
Mehrere wissenschaftliche Studien haben bewiesen, dass es keine nachgewiesene lindernde Wirkung durch auf die gereizte Stelle aufgetragene Antihistaminika gibt. Eine prophylaktische orale Einnahme von Antihistaminika kann die allergische Reaktion allerdings unterdrücken. Für Risikopatienten kann also eine solche präventive Behandlung bei einer großen Stechmückenbelastung sinnvoll sein.


Für näherer Informationen kontaktiere bitte Deinen Arzt oder Apotheker.

 

Es gibt sogar Medikamente zur Behandlung von Mückenstichen Vor der Einnahme ist ein Gespräch mit Deinem Hausarzt ratsam (Bild: André Schütte at the German language Wikipedia, Sandflie bites utila 2004, CC BY-SA 3.0)
Es gibt sogar Medikamente zur Behandlung von Mückenstichen Vor der Einnahme ist ein Gespräch mit Deinem Hausarzt ratsam (Bild: André Schütte at the German language Wikipedia, Sandflie bites utila 2004, CC BY-SA 3.0)

 
 

Mückenstiche brennen und jucken – diese Hausmittel helfen Dir

Bekannte Hausmittel sind auch Wickel mit Alkohol, um einen kühlenden Effekt herbei zu wirken. Auch eine Zwiebel kann helfen. Dazu wird die Zwiebel aufgeschnitten und mit dieser Seite auf den Stich gelegt. Der Zwiebelsaft hat eine antiseptische Wirkung und verhindert Entzündungen.
Ist keine Zwiebel zur Hand, kann auch der Saft von Gänseblümchen oder Weißkohl helfen. Dazu einfach die Blumen oder den Kohl pressen. Mit dem Bestreichen der betroffenen Hautstellen löst der Saft den Juckreiz und die Hautschwellung. Auch Honig hat einen positiven Effekt: er hilft, Entzündungen zu vermeiden und Bakterien zu bekämpfen. Sind weder Gänseblümchen noch Honig oder Weißkohl zu haben, kann ein Salzbrei (aus Wasser und Salz) ein guter Ersatz sein, um zumindest den Schmerz zu stillen. Gegen die Hautschwellung und den Juckreiz gibt es außerdem noch die Möglichkeit, Quark auf die Haut aufzutragen – besser geht es mit Quark in einem Handtuch oder einer dünnen Binde als Wickel. Für eine starke Durchblutung (und somit der Bekämpfung des Stiches) sorgt übrigens geriebener Meerrettich.

 
 

Wie Mücken ferngehalten werden: Maßnahmen zum Schutz und Mückenabwehr

Hausmittel die Abhilfe bei Stichen versprechen gibt es viele. Ob und wie gut sie helfen, musst du selbst ausprobieren (Bild: Hedwig Storch, Zwiebel 2008-3-3-, CC BY-SA 3.0)
Hausmittel die Abhilfe bei Stichen versprechen gibt es viele. Ob und wie gut sie helfen, musst du selbst ausprobieren (Bild: Hedwig Storch, Zwiebel 2008-3-3-, CC BY-SA 3.0)

Im Volksglauben soll der Verehr von Knoblauch vor Mücken schützen, weil sie angeblich den Geruch nicht mögen. Auch Zitronenmelisse, Lavendel, Tomatenbüsche, Kohl, Walnussblätter, etherische Öle (z.B. Neem oder Zitronenöl), Lavendel, Minze, Basilikum, Schnittlauch, Kokosöl, verbrannter Salbei oder Essigwasser zum einsprühen sollen zur Abwehr helfen. Über den Wahrheitsgehalt dieser Tipps streiten sich die Geister. Das gilt im Übrigen auch für Geräte mit Ultraschall oder UV-Licht.
Eins steht jedenfalls fest: Schweißgeruch macht es den Mücken sehr einfach, um ihre Beute zu finden. Dagegen hilft nur gründliches Waschen. Für das Ausatmen von Kohlendioxid gibt es keine Alternative.

Gegen_Mücken, Wespen und Zecken: Anti Brumm hat am Besten abgeschnitten
Gegen_Mücken, Wespen und Zecken: Anti Brumm hat am Besten abgeschnitten

Aber der Kampf gegen die Mücken ist noch nicht verloren. Das Ergebnis einer Testreihe von Stiftung Warentest hatte kürzlich als Ergebnis, das nur chemische Mittel wie beispielsweise „Anti Brumm“ (aus der Schweiz) vor Insektenstiche schütze. Auch „Autan“, und „Zeckito Classic“ haben bei dem Test sehr gut abgeschnitten. „Balistol“ ist ein weiterer Klassiker, der vorbeugend häufig verwendet wird. Für den Aufenthalt im Freien bieten sich Gartenfackeln, Räucherspiralen und Duftkerzen an. Von der Funktionsweise sind die Produkte alle gleich: Menschen, die sich mit einem dieser Mittel am ganzen Körper einreiben, werden über den Geruchssinn der Mücken nicht als mögliche Beute wahrgenommen.
Abwehrmittel, die Insektizide verspüren, sollen ebenfalls wirksam gegen Mücken sein. Auf Dauer ist die Chemiekeule sicher keine „gesunde“ Methode, denn die Dämpfe werden natürlich nachts miteingeatmet.

 
 
 
 
 

Bekämpfung von Stechmücken: Wie Mücken auf natürliche Art ferngehalten und vertrieben werden können

Eine Garantie für eine wirksame Abwehr von Mücken, Zecken (hier zu sehen) oder Bremsen liefert kein Hausmittel noch Pharmapräparat (Bild: André Karwath aka Aka, Ixodes hexagonus (aka), CC BY-SA 2.5)
Eine Garantie für eine wirksame Abwehr von Mücken, Zecken (hier zu sehen) oder Bremsen liefert kein Hausmittel noch Pharmapräparat (Bild: André Karwath aka Aka, Ixodes hexagonus (aka), CC BY-SA 2.5)

Früher versuchte man durch die Trocken-legung von Feucht-gebieten Mücken zu bekämpfen. Auch werden Pestizide zur Malaria-Bekämpfung dazu eingesetzt. Seit 30 Jahren wird am Oberrhein ein Bakterium zur Bekämpfung von Stechmücken eingesetzt. Auch in anderen Regionen Deutschlands, z.B. am Chiemsee, gibt es Anwendungen dieser Art.

Ein paar Schutzmaßnahmen gibt es schon, um Mücken nicht anzuziehen
Ein paar Schutzmaßnahmen gibt es schon, um Mücken nicht anzuziehen

Wichtige Maßnahmen für jeden einzelnen Haushalt sind:

  • Regenwassertonnen regelmäßig ausleeren oder Bti-Tabletten (= Bacillus thuringensis israelensis, ein biologisches Mittel zur Mückenbekämpfung) einsetzen
  • Wasseransammlungen wie ein kleiner Gartenteich bietet Mücken ebenfalls exzellente Lebensbedingungen. Statt dem regelmäßigen Wasser ablassen, kann der Teich mit Mücken fressenden Fischen besetzt werden, um einer Mückenplage vorzubeugen. Auch Vögel, Frösche und andere Amphibien ernähren sich von den Eiern und Larven der kleinen fliegenden Stechinsekten.

 

Zu den Mücken und Mückenlarven fressenden Fischen gehören:

  • Forellen
  • Elritzen
  • Moderlieschen
  • Karauschen
  • Goldfische
  • Kois
  • Rotaugen
  • Rotfedern
  • Sonnenbarsche
Fische im Gartenteich - wie Rotaugen - können auch Nützlinge bei der Eindämmung der Mückenplage im Gartenteich sein
Fische im Gartenteich – wie Rotaugen – können auch Nützlinge bei der Eindämmung der Mückenplage im Gartenteich sein

 
 

Wer frisst Mücken? Gibt es Tiere die sich über viele Mücken freuen?

Mücken – so lästig sie auch sein mögen – sind ein wichtiger Teil des natürlichen Ökosystems. Die Eier und Larven von Mücken dienen als Nahrung für Vögel, Fische, Spinnen und andere Insekten. Die Vermehrung der natürlichen Fressfeinde ist die nachhaltigste, natürlich und ökologisch unbedenklichste Form der Mückenbekämpfung.
Viele Mücken und Mückenstiche begünstigen den Verkauf von Produkten zur Mückenabwehr und zur Behandlung von Mückenstichen von Pharmafirmen. Über besonders viele Mücken freuen sich außerdem alle Tiere und Pflanzen, die Mücken fressen und. Neben den genannten Fischarten im letzten Absatz gehören auch Libellen, Frösche, Rückenschwimmer, Schwimmkäfer und Wasserkäfer dazu.

Mücken leben nicht nur im Sommer, sie können uns auch im Winter stechen (Bild: Franz Xaver at German Wikipedia, Bremse 2, CC BY-SA 3.0 DE)
Mücken leben nicht nur im Sommer, sie können uns auch im Winter stechen (Bild: Franz Xaver at German Wikipedia, Bremse 2, CC BY-SA 3.0 DE)

 
 

Wo stechen Mücken am liebsten? Welche Stellen werden besonders oft gestochen?

Mücken beißen und stechen uns – genauso wie Zecken – an allen Stellen, an die sie rankommen: Hals, Haaransatz, Gesicht, Ohren, Achseln, Rücken, Unterarm, Hand/Finger, Ellenbeuge, Bauchnabel, Genitalbereich, Po, Kniekehlen und Beine.

Die wichtigsten Insekten sind hier übersichtlich zusammen gestellt (Bild: Initiative Insektengift, https://www.initiative-insektengift.de/)
Die wichtigsten Insekten sind hier übersichtlich zusammen gestellt (Bild: Initiative Insektengift, https://www.initiative-insektengift.de/)

 
 

Welche anderen Insekten saugen Blut? Was ist mit andere lästigen Insekten die wie Mücken stechen?

Schnaken gehören auch zur Familie der Mücken, sie ernähren sich allerdings nur von Wasser oder freiliegenden pflanzlichen oder tierischen Säften. Menschenblut gehört nicht dazu, die Mundwerkzeuge der Schnake kann die menschliche Haut nicht durchdringen.
Zu den anderen Insekten, die scharf auf menschliches Blut sind und schmerzhafte Bisse hinterlassen, gehöret die Pferdebremse, Flöhe und Zecken. In der Natur kommen sie vermehrt in hohen Wiesen und rund um Wasserflächen vor. Für Angler heißt es also gut aufpassen, wenn ihr Euch im Sommer dort aufhaltet. Schutz vor Zecken und anderen kleinen Plagegeistern liefern lange Hosen – auch im Hochsommer.
Das Fledermäuse Menschen beißen und ihr Blut trinken ist im Übrigen ein Aberglaube. In Deutschland gibt es nur wenige Fledermausarten. Und die sind dazu noch recht klein. Wenn Du einen fliegenden „Batman“ siehst, kannst Du Dich darüber doppelt freuen: Denn erstens stehen die niedlichen Fledermäuse leider auf der roten Liste der bedrohten Arten, und zweitens jagen und fressen sie bei Dämmerung und Dunkelheit genau solche Insekten, die uns unangenehme Besuche des Nachtens bereiten.

Manche Tiere und Insekten sehen gefährlich aus, sind aber harmloser als blutrünstige Stechmücken.
Manche Tiere und Insekten sehen gefährlich aus, sind aber harmloser als blutrünstige Stechmücken.
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